Oenipontana historisch

Das Reych (30) unter dem Goldenen Dachl begrüßt Euch!

 

Oenipontana historisch

 

Am 7. des Lethemonds a.U. 22 (profan 7.10.1881), also vor über 125 Jahren, wurde das allzeyt fröhliche Reych Oenipontana in Innsbruck von den Rittern Käsperle von Frankenstein und Scribas der Unermüdliche gegründet und zählte zu Beginn als Reych Nr. 30 18 Ritter, 2 Junker und 7 Knappen, also 27 Sassen.

Als Mutter scheint in der Chronik des Reyches dhR Emona auf, das jedoch unmittelbar danach unterging, so dass dhR Linzia (13) dem jungen Reych an Mutter statt hilfreich zur Seite stand.

 

Das Reych Oenipontana entwickelte sich im Herzen Tirols, am grünen Inn gelegen, unter dem Glanz des Goldenen Dachls prächtig und verhalf dank seiner Vitalität vier Töchtern zum schlaraffischen Leben. Die hohen Reyche Veltcuria (114), Pons Drusi (125), Castrum Majense (139) und Porta Tiroliae (216) sind stolze Sprösslinge Oenipontanas.

Damit war der Grundstein für eine weitere schlaraffische Entwicklung gegeben, die zu den Enkelreychen Dornbirna (168) und Im Zillertal (363) führte.

 

Innsbruck war schon immer ein guter Boden für Rittertum, Kunst und Kultur. So hielt Kaiser Maximilian I. der den Beinamen „der letzte Ritter“ trägt, in Innsbruck Hof. Maxmilians Freude an Ritterspiel und Tanz paarte sich mit höheren kulturellen Interessen und Kunstverständnis. Bedeutende Werke der Baukunst (z.B. der Prunkerker des Goldenen Dachls von Niklas Thüring) oder die „Schwarzen Mander“ in der Hofkirche geben Zeugnis davon.

Auch das erste freistehende „Theaterhaus“ im deutschsprachigen Raum, das „Comedihaus“ (heutiges Congresshaus) befand sich in der Stadt am grünen Inn.

 

Aber auch die Dichtkunst blühte. Bereits 1501 war Innsbruck Schauplatz einer Dichterkrönung durch Kaiser Maximilian, nämlich jener des Schwaben Heinrich Bebel, eines Vertreters des nationalen Humanismus. In dieser Blütezeit entstanden literarische Kostbarkeiten, die bekannten Deutschen Heldensagen, das sogenannte „Ambraser Heldenpuech“, das heute in der Österreichischen Nationalbibliothek und dasTurnierbuch, das im Schloss Ambras aufbewahrt wird.

Auch die weithin bekannten Selbstbiographien Kaiser Maximilians „Theuerdank“ und „Weißkunig“ entstanden in Innsbruck. Unter Kaiser Maximilian war Innsbruck neben Augsburg und Wien auch ein Mittelpunkt des musikalischen Lebens im deutschen Raum.

 

Neben Kunst und Kultur hat auch die Wissenschaft hier ihren Platz gefunden, wie die altehrwürdige „Leopold-Franzens-Universität“ beweist.

Dieser Bogen spannt sich bis zur heutigen Zeit, wo Kunst und Kultur in den „Festwochen der alten Musik“ oder im „Innsbrucker Tanzsommer“ – neben vielen anderen kulturellen Veranstaltungen – ihren Niederschlag finden.

Dies beweist, dass Innsbruck auch heute eine sehr lebendige Stadt ist, die eine Brückenfunktion zwischen Nord und Süd, Ost und West erfüllt und das nicht nur verkehrstechnisch, sondern auch in Bezug auf Kunst und Kultur. Kein Wunder, dass sich hier Schlaraffia niederließ und gedieh.

Lange Zeit vagabundierend und bis vor wenigen Jahren noch im Schloss Büchsenhausen beheimatet, fand Oenipontanas „Uhunest“, das dank der händischen und finanziellen Mithilfe der eigenen Sassen wie auch vieler Freunde aus dem Uhuversum zu einem wahren Schmuckstück wurde und der ganze Stolz seiner Sassen ist, eine neue Heimat.

Die Artusburg ist weithin als eine der schönsten und gastfreundlichsten Burgen bekannt und ihre Sassen sind so kreativ wie eh und je. Oenipontana kann daher mit Zuversicht in die schlaraffische Zukunft blicken und hat In diesem Sinne frohgemut a.U. 147 mit seinen Freunden das 125. Stiftungsfest begangen.